Analyseobjekt und -vorlage Schallleistung (Option Akustik)

07.02.2018
 Analyseobjekt und -vorlage Schallleistung (Option Akustik)

Analyseobjekt und -vorlage Schallleistung (Option Akustik)

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Analyseobjekt und -vorlage Schallleistung (Option Akustik)

Mit diesem Analyseobjekt können Sie die Schallleistung normgerecht ermitteln. Dazu werden die Pegelsignale von mehreren Mikrophonen energetisch gemittelt und eine Reihe von Korrekturtermen für Luftdruck, Temperatur, Fremdgeräusch, Umgebungsrückwirkung und Größe der Messfläche berücksichtigt.

Zur Schallleistungsbestimmung wird eine Hüllfläche um den Prüfling angenommen, und an mehreren Punkten dieser Hüllfläche werden Mikrophone platziert. Die nötige Anzahl der Mikrophone hängt von der zu beachtenden Norm und der gewünschten Genauigkeitsklasse ab und liegt meistens zwischen 6 und 10. Die Signale dieser Mikrophone werden gleichzeitig oder bei zeitlich unveränderlichem Geräusch auch nacheinander erfasst. Der Messflächenschalldruckpegel ist das energetische Mittel der Schalldruckpegel dieser Mikrophone mit Berücksichtigung der Korrekturterme K0, K1 und K2. Der Schallleistungspegel ist die Summe von Messflächenschalldruckpegel und Messflächenmaß Ls.

Daten

Das Analyseobjekt kann drei unterschiedliche Datenstrukturen verarbeiten. Sie können als Eingänge für jedes der auf der Hüllfläche platzierten Mikrophone ein Pegelsignal angeben. Die Pegelsignale erhalten Sie z.B. vom Analyseobjekt Schallpegel. Bitte achten Sie darauf, dass alle Pegelsignale die gleiche Länge und die gleiche Frequenzbewertung haben.

Als zweite Alternative können Sie von jedem Mikrophon auch eine Datenreihe mit Pegeln angeben. Bitte achten Sie darauf, dass alle Datenreihen die gleiche Länge und alle Pegel die gleiche Frequenzbewertung haben.

Als dritte Alternative können Sie von jedem Mikrophon auch Pegel als Einzelwerte angeben. Bitte achten Sie darauf, dass alle Pegel die gleiche Frequenzbewertung haben.

Ergebnis

Das Ergebnis ist, je nachdem welche Datenstruktur der Eingang hat, ein Schallleistungssignal, eine Datenreihe mit Schallleistungspegeln oder ein Schallleistungspegel.

Die Korrekturterme

Korrekturterm K0 zur Berücksichtigung von Luftdruck und Temperatur (siehe DIN 45 635)

Durch K0 wird der Schallleistungspegel eines Körperstrahlers auf Referenzbedingungen (20°C und 1000 hPa) umgerechnet. In einigen Normen wird K0 nicht benötigt, in anderen doch (z.B. DIN 45 635 Genauigkeitsklasse 1). Wenn Sie K0 verwenden möchten, markieren Sie die Option K0 verwenden und geben Sie Luftdruck und Temperatur ein. Sonst entfernen Sie die Markierung.

Korrekturterm K1 zur Berücksichtigung des Hintergrundgeräusch

Neben dem Nutzgeräusch wird immer auch ein Hintergrundgeräusch vorhanden sein. An den Mikrophonen liegt die energetische Summe beider Geräusche an. Wenn der Abstand der Summe von Nutzgeräusch und Hintergrundgeräusch (= gemessenes Geräusch an den Mikrophonen) zum Hintergrundgeräusch alleine kleiner als 10 dB ist, muss ein Korrekturterm angegeben werden. Wenn der Abstand kleiner als 3 dB ist, dann ist das Hintergrundgeräusch mindestens ebenso laut wie Nutzgeräusch und das Nutzgeräusch kann nicht mehr bestimmt werden.

Sie haben hier mehrere Möglichkeiten, das Hintergrundgeräusch anzugeben:

Sie können den Messflächenschalldruckpegel des Hintergrundgeräusches direkt in dB eingeben. Markieren Sie dazu die Option Hintergrundgeräusch vorgeben und geben Sie den Messflächenschalldruckpegel des Hintergrundgeräusches in dB an. Der Messflächenschalldruckpegel ist der Schallleistungspegel abzüglich des verwendeten Messflächenmaßes Ls.

Sie können das Hintergrundgeräusch aus einem Datensatz beziehen. Markieren Sie dazu die Option Hintergrundgeräusch aus Pegel-Datensatz ermitteln und wählen Sie einen Datensatz aus, der das Hintergrundgeräusch repräsentiert. Die Datenstruktur dieses Datensatzes kann ein Pegelsignal, ein Schallpegel-Einzelwert (wenn er z.B. von dem Analyseobjekt Schallpegel berechnet wurde) oder ein Schallleistungspegel sein (wenn er z. B. von dem Analyseobjekt Schallleistung berechnet wurde).

Korrekturterm K2 zur Berücksichtigung der Umgebungsrückwirkung

Immer, wenn nicht im Freifeld gemessen wird, ist mit Reflektieren aus der Umgebung des Prüflings zu rechnen. Die Umgebungsrückwirkung lässt sich aus den Raumeigenschaften wie Größe, Nachhallzeit oder mittlerer Absorptionsgrad der Oberfläche des Raumes berechnen. Diese Angaben erhalten Sie vom Hersteller des Messraumes.

Sie haben mehrere Möglichkeiten, die Umgebungsrückwirkung anzugeben:

Wählen Sie Festes K2, wenn Sie den Korrekturterm K2 direkt in dB angeben möchten und geben Sie K2 an.

Wählen Sie mittlerer Absorptionsgrad, wenn Sie den Korrekturterm K2 über die Geometrie und die Dämpfungseigenschaften des Messraumes berechnen lassen möchten. Geben Sie dann den mittleren Absorptionsgrad (Zahl zwischen 0 und 1), sowie die Messraumhöhe, die Messraumbreite und die Messraumtiefe an. Der berechnete Korrekturterm K2 wird angezeigt.

Wählen Sie Nachhallzeit, wenn Sie den Korrekturterm K2 über die Geometrie und die Nachhallzeit des Messraumes berechnen lassen möchten. Geben Sie dann die Nachhallzeit in Sekunden, sowie die Messraumhöhe, die Messraumbreite und die Messraumtiefe an. Der berechnete Korrekturterm K2 wird angezeigt.

Bitte geben Sie vor der Berechnung des  Korrekturterms K2 das Messflächenmaß Ls an.

Korrekturterm Ls (Messflächenmaß) zur Berücksichtigung der Größe der Messfläche

Die gesamte akustische Energie, die vom Prüfling abgestrahlt wird, tritt durch die Hüllfläche hindurch, die um den Prüfling angenommen wird, unabhängig davon, wie groß die Hüllfläche ist und wie weit die Mikrophone vom Prüfling entfernt sind. Der von den Mikrophonen aufgenommene Schalldruck nimmt ab, wenn die Mikrophone weiter vom Prüfling entfernt sind, bzw. die Messfläche größer gewählt wird. Die Größe der Messfläche wird mit dem Messflächenmaß Ls berücksichtigt.

Sie haben mehrere Möglichkeiten, den Korrekturterm Ls anzugeben:

Wählen Sie Festes Ls, wenn Sie für Ihre Messfläche das Messflächenmaß Ls kennen. Geben Sie Ls direkt in dB an.

Wählen Sie Feste Messfläche, wenn Ihnen die Größe der Messfläche bekannt ist. Geben Sie die Messfläche in m² an.

Wählen Sie Kugel, wenn Sie eine kugelförmige Messfläche haben. Geben Sie den Radius der Kugel in m an.

Wählen Sie Halbkugel, wenn Sie eine halbkugelförmige Messfläche über einer reflektierenden Ebene haben. Geben Sie den Radius der Halbkugel in m an.

Wählen Sie Viertelkugel, wenn Sie eine viertelkugelförmige Messfläche über einer reflektierenden Ebene und an einer reflektierenden Wand haben. Geben Sie den Radius der Viertelkugel in m an.

Wählen Sie Achtelkugel, wenn Sie eine achtelkugelförmige Messfläche über einer reflektierenden Ebene und an zwei reflektierenden Wänden haben. Geben Sie den Radius der Achtelkugel in m an.

Wählen Sie Freistehender Quader, wenn Sie eine quaderförmige Messfläche über einer reflektierenden Ebene haben. Geben Sie Höhe, Breite und Tiefe des Messquaders in m an.

Wählen Sie Raumhoher Quader an einer Wand, wenn Sie eine quaderförmige Messfläche über einer reflektierenden Ebene, an einer reflektierenden Wand und unter einer reflektierenden Decke haben. Geben Sie Höhe, Breite und Tiefe des Messquaders in m an.

Wählen Sie Quader an einer Wand, wenn Sie eine quaderförmige Messfläche über einer reflektierenden Ebene und an einer reflektierenden Wand haben. Geben Sie Höhe, Breite und Tiefe des Messquaders in m an.

Verwendete FPScript-Funktion

SoundPower

Siehe auch

Option Akustik

Analyseobjekte

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