Analyseobjekt Rainflow-Klassierung (Option Klassierung)

07.02.2018
 Analyseobjekt Rainflow-Klassierung (Option Klassierung)

Analyseobjekt Rainflow-Klassierung (Option Klassierung)

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Analyseobjekt Rainflow-Klassierung (Option Klassierung)

Mit diesem Analyseobjekt können Sie aus einer bestehenden Rainflow-Matrix oder Markov-Matrix einparametrige Kollektive ableiten. Diese eindimensionalen Ergebnisse können einfacher dargestellt und verglichen werden.

Verfahren

Folgende Kollektive können aus den Matrizen abgeleitet werden:

Kollektiv

Quelle

Spitzenwerte

Markov- oder Rainflow-Matrix

Spannen

Markov-Matrix

Spannenpaare

Rainflow-Matrix

Klassengrenzen-Überschreitungen

Markov- oder Rainflow-Matrix

Für jedes Kollektiv können getrennt die "positiven" und "negativen" Ereignisse gezählt werden. Bei der Spitzenwertzählung sind dies z. B. die Spitzen- und die Talwerte. Bei der Klassengrenzen-Überschreitungszählung entsprechend die Über- und die Unterschreitungen.

Hinweis   Wenn Sie die Rainflow-Matrix verwenden, muss diese in der  in "von"-"nach"-Form vorliegen.

Häufigkeiten

Die Klassierung kann absolute, relative und kumulierte Häufigkeiten ermitteln. Für die absoluten Häufigkeiten gilt, dass deren Summe gleich der Anzahl der klassierten Ereignisse ist. Diese kann geringer sein als die Anzahl der Werte im Quellendatensatz! Bei relativen bzw. prozentualen Häufigkeiten wird auf Eins bzw. Einhundert normiert, d. h. die Summe der Häufigkeiten ergibt Eins bzw. Einhundert. Wenn im Signal ungültige Werte enthalten sind, wird dies bei der Normierung berücksichtigt. Bei den kumulierten Häufigkeiten werden die Einzelhäufigkeiten bei positiven Ereignissen von oben und bei negativen von unten her aufsummiert. Bei einer Spitzenwertzählung gibt der Wert für eine Klasse die Anzahl der Spitzen dieser und aller höheren Klassen an. Bei den Talwerten entsprechend die Anzahl der Täler dieser und aller niedrigeren Klassen. Für die Klassengrenzen-Überschreitungszählung können keine kumulierten Häufigkeiten gewählt werden, da hier bereits kumulierte Ergebnisse vorliegen. Dies resultiert aus der Tatsache, dass größere Übergänge mehrere Klassengrenzen überschreiten. Bei der Spannen- und Spannenpaarzählung hat die erste Spanne per Definition die Länge Null und damit auch die Häufigkeit Null. Diese Definition hat den Vorteil, dass die Anzahl der Häufigkeiten auch bei diesen Verfahren gleich der Anzahl der Klassen ist. Analog hierzu wird bei der Klassengrenzen-Überschreitungszählung die unterste Klassengrenze mit in das Kollektiv aufgenommen, obwohl diese nie überschritten wird, da Werte unter dieser Grenze ignoriert werden. Als Ergebnis liefert das Analyseobjekt ein Signal, dessen Y-Komponente die ausgezählten Häufigkeiten beinhaltet. Der Inhalt der X-Komponente hängt vom Zählverfahren ab:

Kollektiv

Inhalt der X-Komponente

Spitzenwerte

Mittelpunkte der Klasseneinteilung

Spannen

Beträge der Amplituden der Spannen *

Spannenpaare

Beträge der Amplituden der Spannenpaare *

Klassengrenzenüberschreitungen

Klassengrenzen *

*Die X-Komponente des Ergebnisses wird aus den Klassenmitten berechnet, die in der X-Komponente der ausgezählten Matrix enthalten sind. Dies ist jedoch nur dann fehlerfrei möglich, wenn die Klassierungsmatrix auf einer äquidistanten Klasseneinteilung basiert.

Literatur

[1] de Jonge, J.B. (1980). Counting Methods for the Analysis of Load Time Histories. NLR Memorandum SB-80-106 U

Verwendete FPScript-Funktionen

LevelCrossingCount

RangeCount

PeakCount

Siehe auch

Option Klassierung

Analyseobjekte

Analyseobjekt Klassierungsmatrix

Analyseobjekt Klassierung

Verbundklassierung

 

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