Einrichten der Dateiindizierung im Client-/Server-Betrieb

07.02.2018
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Einrichten der Dateiindizierung im Client-/Server-Betrieb

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Einrichten der Dateiindizierung im Client-/Server-Betrieb

Der Client-/Server-Betrieb der Dateiindizierung bietet den Vorteil, dass mehrere FlexPro-Anwender auf einen gemeinsam genutzten Datenbestand zugreifen können, ohne dass jeder Anwender eine eigene Indexdatenbank erstellen und aktuell halten muss.

Komponenten

In dieser Betriebsart kommen folgenden Komponenten zum Einsatz:

1.Ein oder mehrere Dateiserver, auf denen der zu indizierende Datenbestand gespeichert ist.

2.Ein Datenbankserver mit Microsoft SQL Server, auf dem die Indexdatenbank gespeichert ist.

3.Ein Indexserver, auf dem eine Instanz von FlexPro Professional mit der Option Daten-Explorer installiert ist, die den Datenbestand indiziert.

4.Mehrere Anwendungsrechner, auf denen FlexPro Professional mit der Option Daten-Explorer installiert ist.

Die Funktionen Datei-, Datenbank- und Index-Server können hierbei auf einem einzelnen Windows-Rechner oder auf getrennten Rechnern bereitgestellt werden.

Sicherheit

FlexPro implementiert keine eigene Sicherheitsschicht für die Dateiindizierung, sondern nutzt die von Microsoft Windows und Microsoft SQL Server bereitgestellte Benutzerrechteverwaltung.

Für den zu indizierenden Datenbestand müssen Ordnerfreigaben eingerichtet werden, über die sowohl die FlexPro Anwender als auch der Indexserver lesend auf den Datenbestand zugreifen können.

Das Benutzerkonto, unter dem die Indexserver Instanz von FlexPro läuft, benötigt Schreibzugriff auf den SQL Server und Lesezugriff auf die Ordnerfreigabe(n) des Datenbestands.

Zum Einrichten einer Indexdatenbank werden zusätzlich temporäre Administratorrechte auf dem SQL Server benötigt. Hierzu kann beim Einrichten eine entsprechende Anmeldeinformation angegeben werden.

Die Benutzerkonten der FlexPro-Anwender benötigen Lesezugriff auf den SQL Server und Lesezugriff auf die Ordnerfreigabe(n) des Datenbestands.

Einrichten des Dateiservers

1.Melden Sie sich auf dem Server mit einem Konto an, das das Erstellen von Freigaben zulässt.

2.Öffnen Sie den Windows Explorer.

3.Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, der den Datenbestand enthält und wählen Sie den Befehl Freigeben für bestimmte Benutzer.

4.Fügen Sie die Konten für alle Benutzer hinzu, die auf den Datenbestand zugreifen dürfen, und erteilen Sie Lesezugriff.

5.Fügen Sie das Konto hinzu, unter dem die auf dem Indexserver betriebene Instanz von FlexPro läuft, und erteilen Sie ebenfalls Lesezugriff.

Hinweis   Microsoft Windows verwaltet Zugriffsrechte getrennt für Freigaben und für Ordner und Dateien im Dateisystem. Bei Abweichung gilt die jeweils restriktivere Einstellung. Wenn also trotz Zugriffsrecht auf die Freigabe ein Zugriff auf die Daten nicht möglich ist, liegt das meist daran, dass die Zugriffsrechte auf Dateisystemebene nicht ausreichen.

Einrichten des Datenbankservers

1.Installieren Sie Microsoft SQL Server mit Version 2008 oder höher (Nicht im Lieferumfang von FlexPro enthalten).

2.Richten Sie ein Administratorkonto ein.

3.Erteilen Sie Leserechte für alle Benutzer, die auf den Datenbestand zugreifen dürfen (siehe Einrichten des Indexservers).

4.Erteilen Sie Schreibrechte für alle Benutzer, die auf den Datenbestand zugreifen dürfen (siehe Einrichten des Indexservers).

Einrichten des Indexservers

1.Melden Sie sich mit dem Konto an, unter dem der FlexPro Indexer betrieben werden soll.

2.Installieren Sie FlexPro Professional und die Option Daten-Explorer. Hierzu benötigen Sie gegebenenfalls die Anmeldeinformationen für ein Konto mit Administratorrechten auf diesem Rechner.

3.Starten Sie FlexPro.

4.Klicken Sie auf Datei > Optionen.

Hinweis   Sie können das Optionen-Dialogfeld auch über die Schaltfläche Optionen in der Symbolleiste des Fensters Daten-Explorer öffnen.

5.Im Optionen-Dialogfeld klicken Sie auf die Registerkarte Dateiindizierung.

6.Klicken Sie auf Datenbank auswählen.

7.Wählen Sie auf der ersten Seite des Assistenten als Datenbankverbindung Microsoft SQL Server.

8.Geben Sie auf der zweiten Seite des Assistenten die notwendigen Verbindungseinstellungen an. Klicken Sie auf Verbindung testen, um die gewählten Einstellungen zu testen. Es wird nun geprüft, ob mit den Verbindungseinstellungen auf den Indexserver zugegriffen werden kann und ob die ODBC-Treiberversion mit der Microsoft SQL Server Version kompatibel ist.

9.Wenn Sie auf die dritte Seite des Assistenten wechseln, wird geprüft, ob auf dem SQL Server bereits eine Indexdatenbank mit dem auf der zweiten Seite angegebenen Namen vorhanden ist. Falls dies nicht der Fall ist, so kann die Datenbank angelegt werden. Im anderen Fall können Sie die Datenbank löschen und neu anlegen. Hierzu sind Administratorrechte (Mitglied der Rolle sysadmin) für den SQL Server erforderlich. Beim Anlegen der Indexdatenbank werden die Benutzerrollen db_index_reset und db_index_reader eingerichtet, die dem Benutzer zum Schreiben bzw. Lesen zugeteilt werden müssen.

10.Auf der vierten Seite wird geprüft, ob mit den gewählten Verbindungseinstellungen schreibend auf die Indexdatenbank zugegriffen werden kann. Gegebenenfalls kann der Benutzername und das Passwort geändert werden.

Übersicht über die Rollen, die den jeweiligen Benutzerkonten im Microsoft SQL Management Studio zugeordnet werden müssen:

 

Aufgabe

Mitgliedschaft der Serverrollen / Benutzerrollen

Indexdatenbank (neu) anlegen

sysadmin

Schreibzugriff (Server)

db_owner bzw. db_datawriter und db_index_reset

Lesezugriff (Client)

db_index_reader

 

Siehe auch

Option Daten-Explorer

Einrichten der Dateiindizierung

Daten-Explorer-Fenster

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