Datenobjekt

07.02.2018
 Daten verwalten > Datenobjekt

Datenobjekt

<< Klicken, um Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>

  Daten verwalten >

Datenobjekt

Datenobjekt ist der Überbegriff für Datensätze, Formeln, Analyseobjekte und Datenverknüpfungsobjekte, also für alle Objekte, die Daten enthalten bzw. als Berechnungsergebnis liefern. Alle Datenobjekte, außer Datensätzen, basieren auf FPScript-Code. Solche Datenobjekte können Sie jedoch wie Datensätze verwenden und z. B. als Diagramm oder Tabelle visualisieren. Das Ergebnis kann eine der von FPScript unterstützten Datenstrukturen und Datentypen haben. Sie können alle FPScript-basierten Datenobjekte jederzeit in Datensätze umwandeln. Die enthaltene FPScript-Formel wird dann ein letztes Mal berechnet und danach durch ihr Ergebnis ersetzt.

Datentyp

FlexPro ist in der Lage, die Daten so zu verwalten und zu verarbeiten, dass der benötigte Speicher optimal an die Auflösung der Daten angepasst wird. Dies ist insbesondere bei großen Datensätzen nützlich, wenn man bedenkt, dass der Speicherbedarf je nach Datentyp, um bis zu einem Faktor Vier variieren kann.

FlexPro erreicht dies durch verschiedene Datentypen, d. h. Speicherformate für Zahlen und Texte. Das System verfügt über vier numerische Grunddatentypen, die jeweils für reelle und komplexe Zahlen verwendet werden können, sowie die numerischen Datentypen für Kalenderzeiten und Zeitspannen. Hinzu kommen ein Datentyp für Zeichenketten sowie für Wahrheitswerte (Boolesche Werte) und der Datentyp Leer, welcher einem leeren Ergebnis entspricht.

Folgende Tabelle bietet einen Überblick.

Datentyp

Erläuterung

Schreibweise in FPScript

Leer

Uninitialisierte Variable, leeres Ergebnis oder Platzhalter für ein Funktionsargument.

Empty

<Bezeichner>

Wahrheitswert

Kann den Wert TRUE oder FALSE annehmen.

TRUE, FALSE

16-Bit Ganzzahl

Kann ganze Zahlen im Bereich von -32768 bis +32767 aufnehmen.

1234S, -1245S

32-Bit Ganzzahl

Kann ganze Zahlen im Bereich von -2147483648 bis +2147483647 aufnehmen.

1234N, -1234N, 1000000N

64-Bit Ganzzahl

Kann ganze Zahlen im Bereich von -9223372036854775808 bis +9223372036854775807 aufnehmen.

1234L, -1234L, 2147483648N

32-Bit Fließkommazahl

Kann Fließkommazahlen im Bereich von -3.4e+38 bis +3.4e+38 aufnehmen.

1.23S, 1.45e-3S, ?S

64-Bit Fließkommazahl

Kann Fließkommazahlen im Bereich von -1.7e+308 bis +1.7e+308 aufnehmen.

1.23, 1.45e-3, 1.23L, ?

Komplexe 16-Bit Ganzzahl

Kann komplexe Ganzzahlen im Bereich von -32768 bis +32767 aufnehmen.

(1234S, -1245S)

Komplexe 32-Bit Ganzzahl

Kann komplexe Ganzzahlen im Bereich von -2147483648 bis +2147483647 aufnehmen.

(1234N, -1234N)

Komplexe 64-Bit Ganzzahl

Kann komplexe Ganzzahlen im Bereich von -9223372036854775808 bis +9223372036854775807 aufnehmen.

(1234L, -1234L)

Komplexe 32-Bit Fließkommazahl

Kann komplexe Fließkommazahlen im Bereich von -3.4e+38 bis +3.4e+38 aufnehmen.

(1.23S, 1.45e-3S)

Komplexe 64-Bit Fließkommazahl

Kann komplexe Fließkommazahlen im Bereich von -1.7e+308 bis +1.7e+308 aufnehmen.

(1.23, 1.45e-3)

Kalenderzeit

Kann Datum- und Uhrzeitwerte aufnehmen. Die Werte werden als 64-Bit Fließkommazahlen mit der Anzahl der Sekunden seit dem 1.1.1970 in Koordinierter Weltzeit (UTC) gespeichert. Kalenderzeitwerte vor diesem Datum werden nicht unterstützt d. h, die dem Kalenderzeitwert zugrundeliegende Fließkommazahl kann nicht negativ sein.

Kalenderzeitwerte werden von FlexPro als Größe mit der impliziten Einheit Sekunde interpretiert. Das Einheitensymbol wird jedoch nicht ausgegeben.

'23.12.2004 12:23:30.1234'

'12/23/2004 12:23:30.1234'

'?/?/?'

(Elemente der Zeit können von rechts her weggelassen werden und werden dann als 0 angenommen)

Zeitspanne

Kann Zeitspannen aufnehmen, welche in den Formaten DD:HH:MM:SS oder HH:MM:SS geschrieben werden. Die Werte werden als 64-Bit Fließkommazahlen mit der Einheit Sekunden gespeichert.

Zeitspannen werden von FlexPro als Größe mit der impliziten Einheit Sekunde interpretiert. Das Einheitensymbol wird jedoch nicht ausgegeben.

'12:23:30.1234'

'11:12:23:30.1234'

-'12:23:30' (negative Zeitspanne)

'?:?:?'

Zeichenkette

Kann Zeichenketten mit bis zu 2GB Länge aufnehmen.

"Dies ist eine Zeichenkette"

Objektreferenz

Eine Referenz auf ein beliebiges Automation- bzw. FlexPro-Objekt.

Set Object = Diagramm.2d

Wie in den obigen Beispielen ersichtlich ist, unterscheidet FlexPro zwischen Ganzzahlen und Fließkommazahlen anhand des Dezimalpunktes bzw. des angehängten 'N' bzw. 'n'. Die Auflösung kann mit einem angehängten 'S' oder 'L' bzw. 's' oder 'l' spezifiziert werden. 'S' steht für "Short" also 16-Bit Ganzzahl bzw. 32-Bit Fließkommazahl und 'L' entsprechend für "Long" also 64-Bit Ganzzahl bzw. 64-Bit Fließkommazahl. Wenn Sie das Suffix weglassen, wird bei Fließkommazahlen automatisch die höhere Auflösung verwendet und bei Ganzzahlen wird eine Auflösung von 32-Bit oder 64-Bit verwendet, je nachdem in welches Format die angegebene Konstante passt. Das 'L' kann also in der Regel weggelassen werden.

Hinweis   Wie Dezimalzahlen, die Sie weder mit einem Suffix noch mit einem Dezimalpunkt eingegeben haben, interpretiert werden, hängt von der Einstellung Dezimalzahlen ohne Dezimalpunkt als Fließkommazahlen interpretieren auf der Registerkarte Allgemein im Eigenschaften-Dialogfeld der Datenbank ab. Standardmäßig ist die Option eingeschaltet, d h. die Zahlen werden als 64-Bit Fließkommazahlen interpretiert. Diese Einstellung verhindert versehentliche Rundungsfehler, die bei Ganzzahlarithmetik auftreten können, die ganzzahlige Division 1 / 2 liefert z. B. 0 und nicht 0.5.

Bei Verrechnung von Daten mit verschiedenem Format, passt FlexPro die Datentypen automatisch an. Die automatische Anpassung erfolgt immer so, dass kein Informationsverlust stattfindet. Bei der Addition einer Ganzzahl mit einer Fließkommazahl wird z. B. die Ganzzahl vorher in eine Fließkommazahl gewandelt und nicht umgekehrt, weil sonst u. U. Nachkommastellen verloren gehen. Bei konstanten Daten, die Sie in Formeln verwenden, erkennt FlexPro den Datentyp an der Schreibweise. Sie haben auch die Möglichkeit, die Datentypen explizit zu konvertieren, indem Sie einen Operator zur Typkonvertierung verwenden:

FloatingPoint64 Datenreihe       wandelt z. B. alle Werte in einer Datenreihe in 64-Bit Fließkommazahlen.

Objektreferenzen können nur eingeschränkt verwendet werden. Sie können eine Objektreferenz zwar einer lokalen Variable zuweisen, nicht jedoch als Argument an eine FPScript-Funktion übergeben oder als Ergebnis einer Formel zurückgeben. Wird eine Objektreferenz als Funktionsargument, als Rückgabewert einer Formel oder in einer mathematischen Berechnung verwendet, dann wird diese in ihren Wert gewandelt. Ist das Objekt, auf das die Referenz verweist, ein Datenobjekt, z. B. eine Formel, dann wird deren Rückgabewert verwendet, bei allen anderen Objekten ist der Wert Leer.

Komponente

Datensätze können eine zusammengesetzte Datenstruktur haben, d. h. eine Datenstruktur, die aus bis zu drei Komponenten besteht. Diese Komponenten heißen Y-, X- und Z-Komponente. Die Bezeichnungen entsprechen den Namen der Achsen von 2D- und 3D-Diagrammen.

Ein einfaches Zeitsignal besteht z. B. aus einer Y-Komponente, welche eine Datenreihe mit den Spannungen beinhaltet und einer X-Komponente, welche eine gleichlange Datenreihe mit den zugehörigen Zeiten beinhaltet. Je ein Wert aus der Y- und aus der X-Komponente bilden zusammen einen Punkt eines Kurvenzuges in der zweidimensionalen Ebene eines 2D-Diagramms.

Folgende Abbildung verdeutlicht die Zusammenhänge:

Innerhalb von Formeln können Sie auf die einzelnen Komponenten des Datensatzes separat zugreifen, indem Sie den Namen der Komponente als Namenserweiterung angeben. Signal.Y entnimmt z. B. die Y-Komponente aus dem Datensatz Signal.

Datenstruktur

Datensätze können verschiedene Datenstrukturen haben. Die Datenstruktur gibt an, wie die Daten im Datensatz organisiert sind. Es werden einfache Datenstrukturen und zusammengesetzte Datenstrukturen unterschieden. Die zusammengesetzten Datenstrukturen werden aus den einfachen aufgebaut. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die einfachen Datenstrukturen:

Datenstruktur

Inhalt

Einzelwert

Ein einzelner Wert.

Datenreihe

Ein eindimensionales Feld von Werten.

Datenmatrix

Ein zweidimensionales Feld von Werten. Die Spalten können als Datenreihen gleicher Werteanzahl angesehen werden.

Für die einfachen Datenstrukturen sind alle Datentypen erlaubt.

Folgende zusammengesetzte Datenstrukturen bauen auf den obigen Strukturen auf:

Datenstruktur

Inhalt

Anwendungsbeispiel

Signal

Eine Y-Komponente und eine X-Komponente mit je einer Datenreihe gleicher Länge.

Ein Zeitsignal. Die Y-Komponente enthält die Spannung und die X-Komponente die zugehörige Zeit.

Signalreihe

Eine Y-Komponente mit einer Datenmatrix und eine X-Komponente mit einer Datenreihe. Die Länge der Datenreihe muss mit der Zeilenanzahl der Datenmatrix übereinstimmen.

Eine Spektralreihe. Die Y-Komponente enthält mehrere Frequenzspektren und die X-Komponente die für alle Spektren geltenden Frequenzwerte.

Signalreihe mit zweidimensionaler X-Komponente

Eine Y-Komponente und eine X-Komponente mit einer Datenmatrix gleicher Größe.

Eine Reihe von Zeitsignalen. Die Y-Komponente enthält die Spannungen der einzelnen Signale und die X-Komponente die Kalenderzeiten hierzu.

Signalreihe mit Z-Komponente

Wie Signalreihe, jedoch mit zusätzlicher Z-Komponente, deren Werteanzahl der Anzahl der Spalten in der Y-Datenmatrix entsprechen muss.

Eine Spektralreihe, bei der in der Z-Komponente die Zeitpunkte eingetragen sind, zu denen die Spektren ermittelt wurden.

Signalreihe mit zweidimensionaler X-Komponente und Z-Komponente

Wie Signalreihe mit zweidimensionaler X-Komponente, jedoch mit Z-Komponente, deren Werteanzahl der Anzahl der Spalten in der Y-Datenmatrix entsprechen muss.

Eine Reihe von Zeitsignalen. Die Y-Komponente enthält die Spannungen der einzelnen Signale und die X-Komponente die Zeiten in Sekunden hierzu. Die Z-Komponente enthält die Kalenderzeiten, zu denen die Signale gemessen wurden.

Raumkurve

Eine Y-Komponente, eine X-Komponente und eine Z-Komponente mit je einer Datenreihe gleicher Länge.

Eine Trajektorie im dreidimensionalen Raum. Eine Größe, die an beliebigen Orten einer Oberfläche gemessen wurde.

Liste

Eine Liste in der jedes Element eine beliebige Datenstruktur haben kann und insbesondere selbst eine Liste sein kann. Die Elemente von Listen können auch Objektreferenzen enthalten.

Eine Liste mit mehreren Datensätzen, z. B. das Ergebnis einer Datenabfrage.

Eine komplexe Datenstruktur, z. B. das Ergebnis einer Regression, die neben einer Datenreihe mit den gefundenen Parametern auch deren Vertrauensintervalle und das Anpassungsmaß der Regression enthält.

Für die X- und Z-Komponenten der zusammengesetzten Datenstrukturen sind alle reellen Datentypen sowie die Typen Kalenderzeit und Zeitspanne erlaubt. Für die Y-Komponente sind zusätzlich die komplexen Datentypen und der Typ Wahrheitswert zulässig. Die zusammengesetzten Datenstrukturen von FlexPro vereinfachen insbesondere die Analyse in FlexPro, da die X-, Y- und ggf. Z-Komponenten in einer einzigen Formel verrechnet werden können. Eine Formel, die z. B. eine Fourier-Transformation berechnet, kann die Amplituden des Zeitsignals in Spektralamplituden und gleichzeitig die Zeitwerte in Frequenzwerte umrechnen, ohne dass hierfür eine zweite Formel nötig wäre.

Datenstruktur Liste verwenden Sie zum z. B., um komplexe Datenstrukturen aufzubauen, wenn die von FlexPro unterstützen Datenstrukturen zur Aufnahme des Ergebnisses nicht geeignet sind. Auch wenn ein Berechnungsverfahren mehrere Ergebnisse liefert, die nicht unabhängig voneinander als separate Formeln berechnet werden kann, können Sie die Ergebnisse als Liste zurückgeben. Listen sind die Basis für die mehrkanalige Auswertung mit FlexPro. Viele Analyseobjekte aber auch Funktionen und Operatoren von FPScript unterstützten Listen dahingehend, dass diese elementweise verarbeitet werden und das Ergebnis dann wiederum eine Liste ist.

Listen nehmen eine Sonderstellung ein, da diese nur als Rückgabewert von Formeln nicht jedoch als Datenstruktur eines Datensatzes erlaubt sind. Beim Umwandeln einer Formel in einen Datensatz wird daher nur das erste Element der Liste übernommen. Das gleiche gilt für FPScript-Funktionen, die keine Listenverarbeitung unterstützen. Diese entnehmen i. d. R. auch das erste Element und ignorieren die weiteren.

Dateneinheit

Jede Komponente eines Datenobjektes kann eine physikalische Einheit haben und wird dadurch zur Größe. Die Einheitenverwaltung ist integraler Bestandteil von FPScript und Sie können in FPScript direkt mit Größen rechnen. FPScript verarbeitet die Einheit als direkten Bestandteil der Daten, kann Einheiten konvertieren, unzulässige Berechnungen erkennen und die Ergebniseinheit für eine Berechnung anhand der Einheiten der Argumente ermitteln. Folgender FPScript-Code liefert z. B. ein Signal mit einer Sinusschwingung mit Amplitude 2 V, Frequenz 0.1 kHz und Abtastintervall 1 ms:

// Aufsteigende Zeitwerte in Intervall [0 s, 10 s]

// und Abtastintervall 1 ms

Dim t = Series(0 s, 10 s, 1 ms)

Signal(2 V * Sin(2 Pi * 0.1 kHz * t), t)

Alternativ kann die Einheit auch über die Kopfinformationen des Datenobjektes nachträglich zugewiesen werden. Näheres hierzu weiter unten.

Datenobjekte zuordnen

FlexPro speichert normalerweise alle Komponenten einer zusammengesetzten Datenstruktur zusammen in einem einzigen Datensatz ab, z. B. die Amplituden- und Zeitwerte eines Zeitsignals. Dies gilt auch für den Fall, dass mehrere Datensätze die gleiche X-Komponente haben, z. B. wenn Sie die Daten einer mehrkanaligen Messung importieren. Die Zeitwerte für die einzelnen Kanäle sind nämlich in der Regel linear aufsteigend, so dass FlexPro intern statt der Zahlenkolonnen nur die Parameter Startwert, Schrittweite und Werteanzahl speichern muss. Es gibt jedoch Fälle, in denen die X-Werte explizit gespeichert werden müssen, z. B. weil die Abtastrate während der Messung variiert wurde. In diesem Fall wäre das Speichern der gleichen X-Werte in jedem Datensatz ineffizient. Deshalb unterstützt FlexPro eine weitere Möglichkeit, um zusammengesetzte Datenstrukturen zu verwalten. Hierbei werden die Y-Werte und die X-Werte in separaten Datensätzen als Datenreihen abgelegt und diese Datensätze dann einander zugeordnet.

Diese Zuordnung wird in den Kopfinformationen des Datensatzes gespeichert und kann auf der Registerkarte Komponente & Zuordnungen im Eigenschaften-Dialogfeld geändert werden.

Der Datensatz, der die Datenreihe mit den X-Werten enthält, wird dort als X-Komponente markiert und die Datensätze, die die Y-Werte der einzelnen Kanäle einer Messung enthalten, entsprechend als Y-Komponente. Zusätzlich wird in den Kopfinformationen der Y-Datensätze ein Verweis auf den X-Datensatz eingetragen.

Durch die Zuordnung kann FlexPro, z. B. beim Erstellen eines Diagramms, immer den passenden X-Datensatz finden. Im Kurvenzug des Diagramms aktiviert FlexPro dann die Option Separate Datensätze für X- und Y-Komponente und trägt den im Y-Datensatz zugeordneten X-Datensatz zusätzlich in den Kurvenzug ein.

Diese Zuordnung kann nicht nur für Datensätze, sondern für alle Datenobjekte, z. B. Formeln vorgenommen werden. Für Formeln ist die Zuordnung jedoch in der Regel nicht notwendig, da die X-Komponente mit der Funktion Signal einfach in das Ergebnis aufgenommen werden kann.

Datenordnung

Die Datenordnung ist eine Eigenschaft einer Datenreihe, die angibt, wie die Werte in der Datenreihe betragsmäßig sortiert sind. Es werden die folgenden Datenordnungen unterschieden:

Bezeichnung

Bedeutung

Keine

Die Werte im Datensatz haben keine bestimmte Ordnung.

Konstant

Der Datensatz ist ein Einzelwert oder alle Werte im Datensatz sind identisch.

Aufsteigend

Jeder Wert im Datensatz ist größer oder gleich seinem Vorgänger.

Linear aufsteigend

Der Abstand benachbarter Werte ist konstant und größer als Null.

Abfallend

Jeder Wert im Datensatz ist kleiner oder gleich seinem Vorgänger.

Linear abfallend

Der Abstand benachbarter Werte ist konstant und kleiner als Null.

Ein Signal, dessen X-Komponente linear aufsteigend ist, wird auch als äquidistant abgetastet bezeichnet. Einige Algorithmen zur Datenanalyse, z. B. die FFT, setzen dies voraus.

Die Datenordnung der einzelnen Komponenten eines Datenobjektes zeigt FlexPro in einem Infofenster an, wenn Sie in der Objektliste auf das Objekt zeigen.

Kopfinformationen

Kopfinformationen, auch Metadaten oder Datenheader genannt, sind Attribute die Sie einem Datenobjekt zuordnen können.

Im Eigenschaften-Dialogfeld eines Datenobjektes können Sie hierzu die folgenden Eintragungen vornehmen (die ersten vier Attribute gelten für jedes Objekt, nicht nur für Datenobjekte):

Kommentar

Dies ist ein Kommentar zum Inhalt des Objekts. Der Kommentar erscheint zusammen mit dem Namen in der Objektliste. Für Datenobjekte mit zusammengesetzter Datenstruktur, können Sie bis zu drei Kommentare angeben. Je einen für jede Komponente.

Hyperlink

Ist ein Verweis auf eine externe Datei, eine Website, eine E-Mail-Adresse oder ein anderes Objekt in der Projektdatenbank. Der Befehl Hyperlink folgen öffnet das Objekt, auf das verwiesen wurde.

Datum

Datum und Uhrzeit der Erstellung des Objekts werden hier festgehalten.

Parameter

Eine frei bearbeitbare Liste von Parametern, in die beliebige Zusatzinformationen abgespeichert werden können.

Die folgenden Attribute sind spezifisch für Datenobjekte:

Berechnungen

Eine Liste von Berechnungen, die Kenngrößen zum Datensatz liefern. Die Berechnungen richten Sie üblicherweise für die Datenindizierung ein. Der Daten-Explorer überträgt diese dann beim Importieren eines Datensatzes in dessen Kopfinformationen.

Einheit

Ist die physikalische Einheit für die einzelnen Komponenten des Datenobjektes. Die Interpretation der Einheit in den Kopfinformationen hängt davon ab, ob das Datenobjekt ein Datensatz oder eine Formel bzw. ein Analyseobjekt ist:

Den Daten eines Datensatzes wird die Einheit ohne Transformation zugewiesen und diese werden zukünftig als in dieser Einheit vorliegend zurückgegeben. Generell hält FlexPro bei Datensätzen die Dateneinheit immer synchron mit der Einheit in den Kopfinformationen.

Die Daten einer Formel oder eines Analyseobjektes werden dagegen vor jedem Zugriff auf diese Einheit transformiert. Liefert der FPScript-Code ein Ergebnis ohne Einheit, dann wird die eingegebene Einheit ohne Transformation zugewiesen. Liefert er dagegen ein Ergebnis mit Einheit, dann wird dieses in die angegebene Einheit transformiert. Ist die Einheit in den Kopfinformationen inkompatibel zu der Einheit, die das Ergebnis der FPScript-Formel liefert, dann gibt FlexPro eine Fehlermeldung aus.

Hinweis   Um die Daten eines Datensatzes in eine andere Einheit zu transformieren, verwenden Sie den Befehl Einheiten ändern oder Sie geben das neue Einheitensymbol im Feld Dateneinheit des Eigenschaftenfensters ein.

Größe

Die Bezeichnung der physikalischen Größe für die einzelnen Komponenten des Datenobjektes.

Datenbereichsunter- und Obergrenze

Bei gemessenen Daten geben diese Felder den verwendeten Messbereich in der physikalischen Einheit der Daten an, z. B. von -5 V bis +5 V. FlexPro kann diese für die Autoskalierung von Achsen verwenden. Die Datenbereichsgrenzen sind optional, wenn Sie keine angeben, werden stattdessen das Minimum und das Maximum im Datensatz verwendet.

Zeitstempel

FlexPro verwendet diese Felder, sofern angegeben, um Zeitdaten von Relativzeit in Absolutzeit umzurechnen und umgekehrt. Der Zeitstempel ist ein Kalenderzeitwert, der dem Zeitpunkt t = 0 in den Zeitdaten zugeordnet ist. Beim Umrechnen in Absolutzeit wird dieser auf alle Daten addiert und beim Umrechnen in Relativzeit entsprechend subtrahiert.

Autor

Der Autor des Objekts. Dies ist besonders für manuell eingegebene Datensätze und für Formeln interessant.

Herkunft

Eine Beschreibung der Herkunft des Datenobjekts, z. B. der Name der Messstelle.

Zugeordnete Datensätze

Verweise auf zugeordnete Datenobjekte, die zusammen mit den Daten dieses Objektes eine zusammengesetzte Datenstruktur bilden (siehe oben).

Datenexport

FlexPro bietet Ihnen die Möglichkeit Datensätze, Formeln und damit verwandte Objekte zu exportieren. Die Daten können Sie in den Dateiformaten FlexPro (.fpf), Text (.txt), CSV (.csv), Audiodatei (.wav) sowie in einer Vielzahl von proprietären Dateiformaten speichern. CSV steht für Comma Separated Values. Die Werte werden in diesem Format mit dem in der Systemsteuerung von Windows unter Regions- und Sprachoptionen angegebenen Listentrennzeichen getrennt.

Bei der Ablage im CSV oder Textformat haben Sie die Möglichkeit, mehrere Objekte untereinander oder nebeneinander in eine einzige Datei zu exportieren. Für diese Formate können Sie zusätzlich verschiedene Dateiformate auswählen und angeben, ob bei Formeln deren Ergebnis oder der Formelcode ausgegeben werden soll.

Das FlexPro-Format ähnelt der Variante des Textformates, bei der die Daten mehrerer Datensätze nebeneinander und mit allen Kopfinformationen abgelegt werden. Hier wird jedoch zusätzlich eine Zeile mit einem Datenformatbezeichner ausgegeben. Des Weiteren werden Fließkommazahlen unabhängig von den Systemeinstellungen immer mit Punkt als Dezimalzeichen ausgegeben. Auch Kalenderzeiten werden unabhängig von den Systemeinstellungen immer im gleichen Format ausgegeben.

Zum Export als Audiodatei eignen sich vorwiegend Signale und Signalreihen mit zwei Signalen. Signale werden als Monosignal und Signalreihen mit zwei Signalen als Stereosignal behandelt. Signalreihen mit mehr als zwei Kanälen werden entsprechend als mehrkanalige Audiodateien exportiert. Die X-Komponente der Daten muss einer der vom Audiodatei-Format unterstützten Abtastraten 11025Hz, 22050Hz oder 44100Hz entsprechen.

Die Daten von Formeln, Datensätzen und verwandten Objekten können Sie als OLE-Objekte exportieren und somit Verknüpfungen auf diese Daten in OLE-Client-Applikationen einfügen. FlexPro bietet die Daten im CSV- und im Textformat an.

Siehe auch

Datensatz

Formel

Analyseobjekt

Datenverknüpfungsobjekt

Arbeiten mit Datenobjekten

Abspielen von Datenobjekten als Audiodatei

Bearbeiten von Kopfinformationen eines Datenobjektes

Ändern der Einheiten von Datenobjekten

Wandeln von Formeln, Analyse- oder Datenverknüpfungsobjekte in Datensätze

Wandeln von Analyse- oder Datenverknüpfungsobjekte in Formeln

Zusammenfassung mehrerer Datenobjekte als Liste

Share article or send as email:

You might be interested in these articles