Daten mit Cursorn analysieren

07.02.2018
 Daten mit Cursorn analysieren

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Daten mit Cursorn analysieren

FlexPro bietet Ihnen die Möglichkeit, Kurvenzüge in 2D- und 3D- Diagrammen und Videos mit Cursorn zu vermessen.

Im Einzelnen bestehen folgende Möglichkeiten:

Ein oder zwei Cursor mit verschiedenen Darstellungsformen.

Freie und gebundene Cursor.

Harmonische Cursor zum Ausmessen von Oberwellen.

Ausgabe der Werte unter den Cursor, der Differenzen sowie benutzerdefinierter Koordinaten.

Zoomen und Scrollen der Kurvenzüge.

Anfahren einzelner Bilder in Videos.

Animieren eines Cursors zur Wiedergabe von Kurvenzügen.

Verschieben von Kurvenzügen in 2D-Diagrammen.

Anfahren von Spitzenwerten.

Markieren von einzelnen Punkten oder Bereichen eines Kurvenzuges.

Bearbeiten der Werte unter den Cursorn.

Entfernen von Ausreißern aus Kurvenzügen.

Ausschnitte aus Kurvenzügen bilden.

Kurvenzüge bemaßen.

Die Cursor stehen Ihnen im 2D- und 3D-Diagramm, im Medium, im Dokument und im Arbeitsblatt zur Verfügung. Wenn Sie die Cursor im Arbeitsblatt oder Dokument verwenden, können Sie mehrere Diagramme gleichzeitig vermessen und Videos auswerten, die Sie synchron mit physikalischen Messgrößen erfasst haben. Das Arbeitsblatt ist hierbei als Umfeld zum Cursorn im Allgemeinen besser geeignet als das Dokument, weil es den Bildschirm besser ausnutzt. Während die Cursor im Arbeitsblatt immer aktiv sind, müssen Sie diese im Diagramm, im Medium und im Dokument zuerst aktivieren.

Hinweis   Wenn Sie die Cursor in einem Arbeitsblatt oder einem Dokument verwenden, dann werden diese von dem Arbeitsblatt bzw. Dokument und nicht von den Diagrammen darin gesteuert. Hieraus folgt, dass Sie die Einstellungen auf der Registerkarte Cursor im Eigenschaften-Dialogfeld des Arbeitsblattes bzw. des Dokumentes vornehmen müssen und nicht im Eigenschaften-Dialogfeld der Diagramme.

Cursorarten

Pro Diagramm können Sie einen oder zwei Cursor verwenden. Der Führungscursor wird als durchgezogene Linie dargestellt und dient zum Ausmessen von Kurvenzügen. Der Ursprungscursor wird als gestrichelte Linie dargestellt. Er gibt den Ursprung für die Berechnung von Differenzen vor.

FlexPro bietet Ihnen freie und gebundene Cursor. Einen freien Cursor können Sie beliebig auf der Diagrammfläche bewegen, während ein gebundener Cursor immer den Punkten eines Kurvenzuges folgt. Die Freien Cursor eignen sich besonders zum Ausmessen von Teilen des Kurvenzuges, an denen sich kein Punkt befindet oder zum Ausmessen von Abständen zu einer freien Referenzposition. Einzelne Kurvenzüge eines Diagramms können Sie vom Cursorn ausschließen. Auf diesen kann der Cursor dann nicht mehr positioniert werden und deren Werte werden auch nicht im Koordinatenfenster angezeigt.

Sie können die Cursor als vertikale Linie oder als Fadenkreuz darstellen. Den Fadenkreuzcursor können Sie auch vertikal mit der Maus bewegen.

Insbesondere zum Vermessen von Oberwellen in Relation zu einer Grundwelle in Spektralsignalen, bietet Ihnen FlexPro harmonische Cursor an. Wenn Sie diese Option aktivieren, werden zum aktiven Cursor maximal zehn weitere Cursor dargestellt, welche an Vielfachen der aktuellen X-Cursorposition positioniert werden. Den Abstand der harmonischen Cursor können Sie in Oktaven angeben, wobei eine Oktave einem Faktor Zwei entspricht.

Medienobjekte unterstützen nur einen Cursor, der die Zeit des momentan angezeigten Einzelbildes repräsentiert. Die horizontale Scrollleiste verwenden Sie zum Anfahren eines Bildes und damit zum Bewegen des Cursors.

Synchronisation der Cursor

Wenn Sie die Cursor in einem Arbeitsblatt oder Dokument mit mehreren Diagrammen und/oder Videos verwenden, kann FlexPro die Cursor zwischen den einzelnen Objekten synchronisieren. Die Synchronisation kann über den X-Index erfolgen, d. h. über die Nummer des angefahrenen Wertes im Kurvenzug bzw. Einzelbildes im Video. Alternativ kann FlexPro die Cursor über den X-Wert synchronisieren. Bei einem Video ist das der Zeitpunkt, der dem angezeigten Bild entspricht, und bei einem Kurvenzug ist es der X-Wert des angefahrenen Punktes.

FlexPro kann die Cursor auch synchronisieren während Sie ein Video oder ein Audiosignal abspielen. In diesem Fall werden die Cursor in den Diagrammen animiert und wandern synchron zum Video bzw. Audiosignal über die Kurvenzüge. Umgekehrt können Sie einen Cursor in einem Diagramm bewegen und dadurch das entsprechende Einzelbild im Video anzeigen, z. B. für eine Stelle, an der Sie eine Auffälligkeit in einem Messsignal festgestellt hatten.

Zoomen und Scrollen

Sie können einen beliebigen Ausschnitt der Diagrammfläche vergrößern oder den Bereich zwischen den beiden Cursorn gespreizt darstellen, um interessante Signalabschnitte genauer betrachten zu können. Alle Vorgänge, die den im Diagramm angezeigten Ausschnitt verändern, erreichen dies, indem die Skalenendwerte der Achsen des Diagramms manipuliert werden. Zusätzlich wird die Autoskalierung der betroffenen Achse abgeschaltet. Diese Modifikationen erfolgen direkt an den Achsen des betroffenen Diagramms. Wenn Sie ein verknüpftes Diagramm mit Cursor bearbeiten, wirkt sich ein Zoomvorgang deshalb auf alle Dokumente aus, in denen Sie eine Verknüpfung auf das Diagramm eingefügt haben. Die Zoom- und Scrollvorgänge können Sie schrittweise aufheben oder das Diagramm in seine ursprüngliche Darstellung zurücksetzen. Wenn Sie den Cursor auf einem gezoomten Kurvenzug bewegen, kann es vorkommen, dass dieser den sichtbaren Ausschnitt verlässt. Sie können für diesen Fall festlegen, ob der Bildausschnitt automatisch vergrößert oder verschoben werden soll.

Animieren eines Cursors

Sie können einen beliebigen Cursor animieren, d.h. automatisch über einen Kurvenzug laufen lassen. Wenn es sich bei dem Kurvenzug unter dem Cursor um ein Zeitsignal handelt, erfolgt die Animation in Echtzeit oder einem Vielfachen hiervon. Bei gezoomter Darstellung wird der Bildausschnitt ggf. automatisch erweitert oder verschoben, wenn der Cursor diesen verlässt. Das Signal scrollt dann über den Bildschirm.

Marken

Beim Vermessen von Kurvenzügen können Sie einzelne Punkte oder Bereiche von Kurvenzügen markieren, um z. B. markante Stellen im Kurvenzug hervorzuheben. Beim Setzen einer Marke können Sie festlegen, ob diese nur in der aktuellen Ansicht des Diagramms oder in allen Ansichten, die das Diagramm zeigen, angezeigt werden soll. In 3D-Oberflächendiagrammen können Sie beliebige rechteckige Bereiche der Fläche markieren.

Einzelne Punkte können Sie mit einer Textmarke versehen, die entweder am oberen Rand des Diagramms oder direkt am markierten Punkt angebracht wird. In der Textmarke können Sie einen beliebigen Text darstellen, in den Sie über Felder die Koordinaten des markierten Punktes einbetten können.

Abschnitte von Kurvenzügen und rechteckige Bereiche von Oberflächen markieren Sie mit einer Bereichsmarke. Einer solchen Bereichsmarke können Sie zwar auch einen Text zuordnen, dieser wird jedoch im Kurvenzug nicht angezeigt.

Eine Bildmarke platziert ein Bild an der markierten Position. Wenn Sie Videos synchron mit Messdaten aufgezeichnet haben, kann FlexPro automatisch ein Standbild für die markierte X-Position aus einem zugeordneten Medium entnehmen und für die Bildmarke verwenden. Alternativ können Sie eine Bilddatei angeben, aus der das Bild gelesen werden soll.

Die Marken können Sie als neuen Datensatz in die Zwischenablage kopieren und anschließend in der Projektdatenbank ablegen.

Werte von Datensätzen ändern

Wenn der Kurvenzug, auf dem sich der Cursor befindet, seine Daten aus einem Datensatz bezieht, dann können Sie dessen Werte direkt über die Cursor manipulieren. Die Cursor bieten Ihnen die Möglichkeit, einen einzelnen Wert oder den Bereich zwischen den Cursorn auf einen anderen Wert zu ändern, zu interpolieren, oder ungültig zu setzen. Die erste Möglichkeit eignet sich z. B. zum visuellen Anpassen einer Kalibrierkennlinie und die beiden anderen zum Entfernen von Ausreißern aus einem Datensatz. Ausreißer ungültig zu setzen ist im Allgemeinen der Interpolation vorzuziehen, da hier keine Daten verfälscht werden. Die Interpolation hat jedoch den Vorteil, dass die resultierenden Daten keine ungültigen Werten enthalten und deshalb weiterhin mit Algorithmen wie z. B. der Fourier-Transformation verrechnet werden können.

Kurvenzüge verschieben

Die Kurvenzüge von 2D-Diagrammen können Sie mittels der Cursor verschieben, z. B. um einen Zeitversatz bei der Messung auszugleichen. Die Kurvenzüge werden hierbei nur optisch verschoben. Die zugrundeliegenden Daten bleiben unverändert. Der Versatz wird als Y-Offset und X-Offset auf der Registerkarte Daten des Kurvenzuges eingetragen.

Koordinatenfenster

Im Koordinatenfenster werden die Koordinaten der Cursor und deren Differenzen ausgegeben. Sie können hierbei angeben, ob nur die Koordinaten des aktiven Diagramms oder die aller Diagramme in einem Dokument bzw. Arbeitsblatt ausgegeben werden sollen. Den Inhalt des Koordinatenfensters können Sie als statisches Bild in die Zwischenablage kopieren oder als dynamisches Objekt in ein Diagramm, ein Dokument oder Arbeitsblatt einfügen. Zusätzlich zum Koordinatenfenster zeigt FlexPro ein Infofenster mit den skalierten Koordinaten der aktuellen Position des Mauszeigers an, wenn Sie diesen über die Diagrammfläche bewegen.

Es stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Anpassung des Koordinatenfensters zur Verfügung. Sie können statt der vorgegebenen Koordinaten ein beliebiges Präsentationsobjekt im Koordinatenfenster anzeigen, z. B. eine Tabelle mit speziellen Berechnungsergebnissen, die sich auf die Cursor beziehen. Dieses Objekt wird bei jeder Cursorbewegung automatisch von FlexPro aktualisiert. Die zweite Möglichkeit besteht darin, das Koordinatenfenster um benutzerdefinierte Koordinaten zu erweitern. Diese sind spezielle FPScript-Formeln, die auf die Cursor zugreifen und bestimmte Berechnungen durchführen, z. B. die Fläche unter der Kurve zwischen den beiden Cursor. FlexPro bietet Ihnen eine Reihe von vordefinierten Koordinaten an. Sie können aber auch eigene Koordinaten in FPScript programmieren.

Kurvenzüge bemaßen

FlexPro bietet Ihnen eine Vielzahl von Bemaßungselementen, mit denen Sie die Kurvenzüge von Diagrammen bemaßen können:

Bemaßung

Beschreibung

Begrenzungslinie

Eine horizontale oder vertikale Begrenzungslinie.

Lot

Ein Lot von einem bestimmten Punkt des Kurvenzuges auf einen der Ränder des Diagramms.

Tangente

Eine Tangente an einem Punkt des Kurvenzugs.

Bemaßungslinie

Eine bemaßte Strecke in Y-Richtung, X-Richtung oder in eine beliebige Richtung.

Toleranzband

Ein horizontales oder vertikales Toleranzband. Für den Kurvenzug kann bei Über- bzw. Unterschreitung ein Farbwechsel aktiviert werden.

Symbol

Ein Symbol, das einen bestimmten Punkt des Kurvenzuges hervorhebt.

Die Bemaßungen werden als zusätzliche Kurvenzüge in das Diagramm eingefügt, sodass diese beim nachträglichen Zoomen des Kurvenzuges immer korrekt mit skaliert werden.

Als Ausgangspunkte für die Koordinaten einer neuen Bemaßung dienen die aktuellen Cursorpositionen. Diese müssen nicht zwingend auf einem Kurvenzug liegen. Sie können mit freien Cursorn arbeiten.

Zugriff auf Cursor und Marken mit FPScript

Auf die aktuellen Cursorpositionen und auf die Marken können Sie mit FPScript zugreifen und diese somit innerhalb von Analysen verwenden. Sie können z. B. mit den beiden Cursorn einen Bereich festlegen, für den eine Analyse berechnet werden soll, oder Sie markieren Ereignisse in einem Signal mit Marken, auf die Sie dann in FPScript-Formeln zugreifen. Die Diagramme, das Dokument und das Arbeitsblatt stellen Ihnen hierzu Eigenschaften zur Verfügung, mit denen Sie auf die Cursor und die Marken zugreifen können. Folgende FPScript-Formel greift z. B. auf die aktuellen Cursorpositionen des zweiten Fensterbereichs eines Arbeitsblattes zu, um einen Signalausschnitt zu bilden:

Signal[Arbeitsblatt.WKS.Cursor(fpCursorMinX, 1).PositionIndex, _

    Arbeitsblatt.WKS.Cursor(fpCursorMaxX, 1).PositionIndex]

Siehe auch

Ein- oder Ausschalten der Cursor

Ein- oder Ausschalten der Cursor in einem Dokument oder Diagramm

Ein- oder Ausschalten der harmonischen Cursor

Ändern von Anzahl und Abstand der harmonischen Cursor

Ausschließen eines Kurvenzuges vom Cursorn

Bewegen der Cursor

Bewegen der Cursor mit der Tastatur

Bewegen der Cursor mit der Maus

Anfahren von Spitzenwerten oder Marken

Anfahren eines bestimmten Punktes im Diagramm

Anfahren eines Einzelbildes im Video

Bildlauf eines Kurvenzugs

Synchronisation der Cursor

Ändern des Bildausschnittes

Spreizen des Bildausschnittes

Synchronisieren von Zoomvorgängen

Dehnen und Stauchen des Kurvenzuges

Zoomen mit der Maus

Scrollen

Anpassen des Bildausschnittes an den Kurvenzug

Nachführen des Bildausschnittes beim Bewegen der Cursor

Aufheben von Zoomvorgängen

Automatische Ausschnittvergrößerung

Arbeiten mit Marken

Setzen und Löschen von Marken

Positionieren von Marken

Zuordnen eines Mediums als Quelle für Bildmarken

Bearbeiten des Texts von Marken

Ändern der Größe von Marken

Ändern der Formatierung von Marken

Anpassen der Darstellung von Marken

Kopieren von Marken in die Zwischenablage

Arbeiten mit Daten

Bearbeiten von Daten

Ungültig Setzen von Daten

Interpolieren von Daten

Kopieren von Daten in die Zwischenablage

Anzeigen der Daten eines Kurvenzugs

Arbeiten mit dem Koordinatenfenster

Anzeigen und Verbergen des Koordinatenfensters

Ändern der Darstellungsoptionen des Koordinatenfensters

Ändern des Ausgabeformats im Koordinatenfenster

Öffnen eines im Koordinatenfenster angezeigten Datensatzes

Einen Wert aus dem Koordinatenfenster kopieren

Inhalt des Koordinatenfenster in die Zwischenablage kopieren

Dynamische Koordinaten in ein Diagramm, Dokument oder Arbeitsblatt einfügen

Schriftgröße des Koordinatenfensters in einem Diagramm, Dokument oder Arbeitsblatt ändern

Hinzufügen einer benutzerdefinierten Koordinate

Bearbeiten einer benutzerdefinierten Koordinate

Anzeigen und Verbergen einer benutzerdefinierten Koordinate

Anzeigen eines Präsentationsobjektes im Koordinatenfenster

Arbeiten mit Kurvenzügen

Bemaßen von Kurvenzügen

Verschieben von Kurvenzügen

Die Verschiebung eines Kurvenzugs aufheben

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