3D-Kurvenzugsarten und – darstellungsformen

07.02.2018
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3D-Kurvenzugsarten und - darstellungsformen

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3D-Kurvenzugsarten und - darstellungsformen

Anders als beim 2D-Diagramm werden beim 3D-Diagramm folgende Kurvenzugarten unterschieden:

Oberfläche

Diese Kurvenzugart stellt die Daten als Oberfläche dar, die durch in einem Gitter angeordnete Datenpunkte definiert ist. Raumkurven (Streu- oder XYZ-Daten) werden vor der Darstellung automatisch in eine Signalreihe (Datengitter) gewandelt. Die Konvertierung erfolgt entweder durch Umsortieren oder durch "Natural Neighbor"-Interpolation. Die Oberfläche kann ggf. geglättet werden. Für den Algorithmus "Umsortieren", erfolgt dies nachträglich über bikubische Splines. Alle Einstellungen können Sie auf der Registerkarte Daten des Kurvenzugs vornehmen. Sie erhalten eine Konturdarstellung, indem Sie Dreh- und Neigungswinkel des Diagramms so einstellen, dass sich eine Draufsicht ergibt.

3D-Säulen

In einer 3D-Säulendarstellung können Sie Signalreihen (ggf. mit Z-Komponente) oder Datenmatrizen darstellen. Das Zusammenstellen eines Säulendiagramms aus mehreren Datenreihen bzw. Signalen mit identischer X-Komponente ist ebenfalls möglich.

Für die Säulenbreite können Sie eine feste Breite von 1 bis 100 Prozent des Abstandes benachbarter Säulen angeben, wobei der minimale Abstand in X- und Z-Richtung zu 100 Prozent definiert ist. Die Spikedarstellung führt zum Zeichnen der Säulen als "Nadeln", wobei die Attribute der Registerkarte Ausfüllen zugrunde gelegt werden. Die Randlinien entfallen in diesem Fall.

Bei der Auswahl Farbfeldmatrix im Diagramm-Assistenten handelt es sich um 3D-Säulen in Draufsicht mit Farbverlauf oder Farbpalette in Y-Richtung.

Wasserfall

In einer Wasserfalldarstellung können Sie Signalreihen (ggf. mit Z-Komponente und zweidimensionaler X-Komponente), Datenmatrizen oder Raumkurven darstellen. Das Zusammenstellen eines Wasserfalldiagramms aus mehreren Datenreihen bzw. Signalen ist ebenfalls möglich. Raumkurven werden vor der Darstellung automatisch durch Umsortieren mit der Funktion CurveToSurface in eine Signalreihe gewandelt. Die Toleranz für die Wandlung können Sie auf der Registerkarte Daten des Kurvenzugs im Diagramm ändern.

Raumkurve

In einer Raumkurvendarstellung können Sie einen Datensatz der Datenstruktur Raumkurve oder drei Datenreihen, die zusammen genommen eine Raumkurve bilden, darstellen.

In der Regel verwendet ein 3D-Diagramm nur einen einzigen Kurvenzug von einer der vier Arten. In einigen Fällen ist es jedoch sinnvoll, mehrere Kurvenzüge zu verwenden, z. B. um einzelne Punkte in einer Konturdarstellung zu beschriften.

Darstellungsformen

Folgende Darstellungsformen können innerhalb der einzelnen Kurvenzugarten verwendet werden:

Randlinien (3D-Säulen)

Zur Verstärkung des räumlichen Eindrucks, können die Ränder der dreidimensionalen Säulen durch Linien hervorgehoben werden. Diese Randlinien sind insbesondere dann wichtig, wenn keine Beleuchtungsquelle verwendet wird. Die üblichen Linienattribute können auch bei Randlinien angepasst werden.

Gitternetzlinien (Oberfläche)

Diese verwenden Sie zur Darstellung der Fläche als Gitternetz. Jeweils benachbarte Punkte werden durch Linien verbunden, deren Stil und Farbe Sie einstellen können. In Y-Richtung ist die Verwendung einer Farbpalette möglich. Zusätzlich können Sie das Gitternetz auf die Ebenen des Koordinatensystems projizieren.

Falls Sie keine Füllungen für die Fläche verwenden, können Sie auch die Gitternetzlinien sichtbar machen, die eigentlich aus der eingestellten Betrachtungsperspektive nicht sichtbar sind.

Enthält der Datensatz ungültige Werte, so entfallen alle Verbindungslinien zu diesen Werten, so dass "Löcher" im Netz entstehen.

Verbindungslinie (Raumkurve, Wasserfall)

Diese Darstellungsform verbindet benachbarte Punkte eines Kurvenzuges durch eine Linie, deren Stil und Farbe Sie einstellen können. Für die Wasserfalldarstellung kann eine Farbpalette in Y- oder Z-Richtung oder ein linearer oder spektraler Farbverlauf in Y-Richtung verwendet werden. Die Raumkurve kann mit einer Farbpalette in jede Raumrichtung eingefärbt werden.

Wenn der Datensatz ungültige Werte enthält, können Sie angeben, ob diese durch eine Linie überbrückt werden sollen, oder ob eine Lücke im Kurvenzug dargestellt werden soll.

Speziell für die Darstellung von Digitalsignalen kann die Verbindungslinie für die Wasserfalldarstellung auch als Treppenlinie gezeichnet werden. Die Lage der vertikalen Flanke zwischen benachbarten Punkten können Sie frei wählen.

Symbole (Oberfläche, Raumkurve, Wasserfall)

Diese Darstellungsform zeichnet an jeden Punkt des Kurvenzuges ein kleines Symbol, z. B. eine Raute oder einen Kreis. Sie können Symbolform, -größe und -farbe frei einstellen.

Datenbeschriftung (Oberfläche, Raumkurve, Wasserfall)

Die Darstellungsform Datenbeschriftung gibt am Ort jedes Punktes des Kurvenzugs einen Text mit dem Wert der X-, Y oder Z-Koordinate des Punktes aus. Zur Datenbeschriftung können Sie auch die Daten aus einem zusätzlichen Datensatz verwenden.

Ausfüllen (Oberfläche, Wasserfall, 3D-Säulen)

Diese Darstellungsform füllt die Oberfläche, die Fläche unter jedem Kurvenzug einer Wasserfalldarstellung bzw. die Flächen von 3D-Säulen mit einer festen Farbe, einem linearen Farbverlauf oder einem Farbspektrum. Alternativ können Sie eine Palette mit Füllfarben angeben, die bei der Oberfläche in Y-Richtung, bei der Wasserfalldarstellung in Z-Richtung und bei den Säulen in jede Raumrichtung eingesetzt werden kann. Auf Wunsch können Sie die Füllung einer Oberfläche auch auf die Ebenen des Koordinatensystems projizieren.

Falls Sie eine Farbpalette in Y-Richtung oder einen der Farbverläufe verwenden, können Sie eine Farblegende einschalten und damit die Farbwechsel unabhängig von der Betrachtungsperspektive des 3D-Diagramms visualisieren. Die Farbgebung hängt zusätzlich von der Beleuchtungseinstellung auf der Registerkarte 3D-Ansicht des 3D-Diagramms ab.

Konturlinien (Oberfläche)

Dies sind Schnittlinien zwischen der Fläche und Ebenen, die zu einer der drei Ebenen des Achsensystems parallel sind. Konturlinien heben die Kontur einer Oberfläche hervor und können für jede Raumrichtung eingezeichnet werden. Die Schnittebenen können durch die Teilungen der korrespondierenden Achse oder durch einen frei wählbaren Datensatz vorgegeben werden. Optional können die Konturlinien auf die korrespondierende Ebene des Koordinatensystems projiziert werden. Auch eine Beschriftung mit dem der Konturlinie zugeordneten Wert ist möglich.

Projektionen (Raumkurve)

Diese Darstellungsform projiziert die Raumkurve auf die Ebenen des Koordinatensystems. Die Linienattribute der Projektion können Sie frei einstellen.

Lote (Raumkurve)

Diese Darstellungsform erlaubt es, Lotlinien von den Punkten des Kurvenzugs auf die Ebenen des Koordinatensystems zu zeichnen. Die Linienattribute der Lotlinien können Sie frei einstellen.

Siehe auch

2D- und 3D-Diagramm

Kurvenzug

2D-Kurvenzug Darstellungsformen

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